| 900 THW Führungskräfte tagen in Chemnitz - Merkel zu Gast |
|
| Geschrieben von Karsten Köhler | |
| Sonntag, 17. Mai 2009 | |
|
Mit der Ansprache von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel endete am Sonntagmittag in der Stadthalle Chemnitz der „Tag des THW“. Rund 900 ehrenamtliche Führungskräfte des Technischen Hilfswerks sowie zahlreiche Gäste hatten die dreitägige Veranstaltung am vergangenen Wochenende genutzt, um „20 Jahre THW in den östlichen Bundesländern" zu feiern. Unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ diskutierten die Teilnehmer darüber hinaus neue Ziele und Herausforderungen für das THW in so genannten Fachforen. THW-Präsident Albrecht Broemme nannte in seiner Grundsatzrede am Sonntag die Weiterentwicklung der Krisenmanagementstrukturen und Identifikation von kritischer Infrastruktur als wichtige Ziele des THW für die nächsten Jahre. Auf der Agenda stand ebenfalls die Ausbildungsoffensive für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Grußworte richteten auch der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen Stanislaw Tillich und der Generaldirektor des Tschechischen Feuerwehr-Rettungscorps Miroslav Stepan an das THW. Sie bedankten sich für die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre und das Engagement der Ehrenamtlichen. „Ein THW-Einsatz ist weltweit ein Synonym für professionelle Arbeit auf hohem technischem Niveau“, betonte General Stepan. Unter den Ehrengästen waren auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz Barbara Ludwig und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Peter Altmaier. Bereits am Freitag beschäftigten sich die Führungskräfte des THW in vier Fachforen mit drängenden Zukunftsthemen. Die Ergebnisse der Diskussionen wurden am Samstag präsentiert. Im Forum „Bevölkerungsentwicklung“ wurde auf Grundlage aktueller Prognosen das Ziel erarbeitet, Frauen, Mitbürger mit Migrationshintergrund, Jugendliche und Ältere vermehrt für das THW zu gewinnen. Ein noch stärkeres Ansprechen und Einbeziehen der Arbeitgeber ist die Forderung aus dem Fachforum „Beruf und freiwilliges Engagement“. Vor allem mit den möglichen Auswirkungen des Klimawandels und der Verwundbarkeit der hochtechnisierten Gesellschaft beschäftigte sich das Forum „Risiko und Sicherheit“. Als wichtige Eckpunkte werden die Erarbeitung einer vernetzten Risikoanalyse, eine weitergehende Kooperation aller Beteiligten im Bevölkerungsschutz und eine effiziente Abstimmung von Beschaffungen und Ressourcenvorhaltung gesehen. Im Forum „Technischer Fortschritt“ wurde das Thema Arbeitssicherheit aufgegriffen. Zukünftig soll hierbei das ehrenamtliche Potential vermehrt genutzt werden. Darüber hinaus wurden die bestehenden Facharbeitsgemeinschaften, in denen über die Fortentwicklung der Ausstattung beraten wird, als wichtiges und zukunftsweisendes Instrument für das THW gesehen. Quelle: http://www.thw.de |
| < Zurück | Weiter > |
|---|



