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Bei uns steht der Mensch im Mittelpunkt. Der Schlüssel für den Erfolg einer Einsatzorganisation liegt ohne Zweifel bei den Menschen. Wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen müssen, nicht die Zahl der Fahrzeuge, der Zustand der Unterkunft oder die Arbeit der Verwaltung sind das Maß aller Dinge. Die Kompetenz, das Können und die Motivation der Helferinnen und Helfer sind entscheidend. Deswegen legt das THW besonderen Wert auf die Ausbildung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und geht dabei neue Wege. Für Helferinnen und Helfer, die aus beruflichen oder privaten Gründen für einen Lehrgangsbesuch unabkömmlich sind, werden zu bestimmten Themen Fernlehrgänge angeboten. Interaktive Lernsoftware ist dabei ebenso hilfreich wie Ausbildermappen auf CD-ROM. Ansonsten findet die Ausbildung auf örtlicher und regionaler Ebene sowie an den beiden Standorten der THW-Bundesschule und bei externen Ausbildungsträgern und Einrichtungen statt:
Die Ausbildung im THW auf Standortebene ist dreistufig
strukturiert:
- Einsatzbefähigung
- Fachbefähigung und
- Qualifikationserweiterung
Einsatzbefähigung
In der 1. Ausbildungsstufe, der Einsatzbefähigung, absolvieren
alle Helferinnen und Helfer eine bundesweit grundsätzlich einheitliche
THW-Grundausbildung in ihrem Ortsverband.
Alle Helferinnen und Helfer erhalten hier wesentliche
Informationen über das THW, den Katastrophenschutz und
das Einsatzgeschehen. Darüber hinaus wird der richtige Umgang mit
Werkzeugen und Geräten aus der THW STAN-Ausstattung vermittelt.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Prüfung werden die
Helferinnen und Helfer den Einheiten des THW, den Bergungsgruppen bzw.
unterschiedlichen Fachgruppen, zugewiesen und erlangen erst dann ihre
Einsatzbefähigung.
Informationen zu den Einheiten des THW finden Sie hier.
Fachbefähigung
In der 2. Ausbildungsstufe, der Fachbefähigung, sind die
Fachausbildung auf Standortebene, die Auslandsausbildung, die
Führungskräfteausbildung sowie die Ausbildung für Funktionen hinterlegt.
Voraussetzung ist in jedem Fall der erfolgreiche Abschluss der
Grundausbildung.
Die Fachausbildung beinhaltet die spezifische Ausbildung für die
Bergungsgruppen und Fachgruppen.
Die Auslandsausbildung wird derzeit ausschließlich schulisch
angeboten und durchgeführt. Voraussetzung für die Teilnahme an den
jeweiligen Ausbildungsmaßnahmen ist die Aufnahme in der
Auslandsdatenbank.
Die Führungsausbildung ist ebenfalls eine schulische Ausbildung.
Helferinnen und Helfer, die als Führungskräfte vorgesehen sind, aber die
Fachausbildung noch nicht abgeschlossen haben, können zunächst einen
Fachkunde-Lehrgang besuchen und anschließend direkt in die
Führungsausbildung einsteigen. Fachkundelehrgänge stehen auch
Helferinnen und Helfern offen, die eine Ausbilderfunktion übernehmen
sollen.
Die Ausbildung für Funktionen wird in der Regel schulisch an der
THW Bundesschule durchgeführt. Für bestimmte Maßnahmen im Rahmen der
Bereichausbildung auf der Ebene der Geschäftsstellen, bildet die THW
Bundesschule sogenannte Bereichsausbilder/innen aus. Da für bestimmte
Funktionen nicht in jedem Fall zwangsläufig eine abgeschlossene
Fachausbildung erforderlich ist (z.B. Gabelstaplerfahrer), kann diese
Ausbildung auch parallel zur laufenden Fachausbildung am Standort
durchgeführt werden.
Weiterbefähigung
In der 3. Ausbildungsstufe, der Weiterbefähigung, sind alle
Maßnahmen der Fortbildung sowohl auf der Standort- als auch der
schulischen Ebene zu verstehen.
Außerdem fallen hierunter alle Bereiche der jährlichen
Unterweisungen sowie alle Wiederholungsausbildungen, die zum
Qualifikationserhalt vorgeschriebenen sind.
Besonderen Wert legt das THW auf die Ausbildung des THW-Nachwuchses. In den Jugendgruppen lernen die Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren in spielerischer Form, wie aus sachgerecht und sinnvoll angewandter Technik wertvolle Hilfe werden kann. Immer kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Schließlich sind Zeltlager, Spieleabende oder Ausflüge für die Entwicklung sozialer Kompetenzen mindestens genau so wichtig, wie das Erlernen handwerklicher Fähigkeiten und der verantwortungsbewusste Umgang mit THW-Technik.
2003 ist die Ausbildung der Mädchen und Jungen zwischen 10 und 17 Jahren komplett überarbeitet worden. Herausgekommen ist eine spannende und zeitgemäße Ausbildung, die in einem Leitfaden in verschiedenen Themenkatalogen zusammengefasst wurde: Themenkatalog 1 - Spiel, Spaß, Spannung Teil 1 umfasst die freie Jugendarbeit. Hier soll die persönliche und soziale Entwicklung der Junghelfer in der Gemeinschaft gefördert werden. Auf dem Programm stehen Spiel- und Spaßaktionen, Wanderungen, Besuche andere Jugendgruppen, Fahrten, Zeltlager und vieles mehr. Themenkatalog 2 - Lernen wie die Großen Nicht ganz so locker geht es im Teil 2 zu. Er enthält alle Lerninhalte der Basisausbildung. Die 14- bis 17-jährigen Junghelferinnen und Junghelfer sollen schließlich während ihrer Zeit in der Jugendgruppe auf den Dienst als aktive Helferinnen oder Helfer vorbereitet werden und schon wesentliche Inhalte der Basisausbildung beherrschen lernen. Die Altersgruppe der 10- bis 13-Jährigen wird aber keinesfalls ausgeschlossen. Auch sie sollen die entsprechenden Themengebiete vermittelt bekommen, sofern eine persönliche Gefährdung (z.B. infolge Lärm oder unzumutbarem Kraftaufwand) ausgeschlossen werden kann. Themenkatalog 3 - Darf`s ein bisschen mehr sein? Erweitert werden die Lerninhalte aus den Teilen 1 und 2 mit dem dritten Abschnitt des Themenkatalogs. Je nach den örtlichen Gegebenheiten können weitere Elemente der Ausbildung der Erwachsenen in den Dienstplan einbezogen werden. Hierzu zählen beispielsweise Stege- und Brückenbau, Deichverteidigung oder das Fahren auf dem Wasser.
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